Interessante Fakten über Bier

Wie wird Bier hergestellt?

Bevor das Bierbrauen beginnt, soll das Malz vorbereitet werden. Das Malz dient als die Hauptquelle des Zuckers und verleiht dem Bier seine Farbe. Gerade vom Malz hängt die Erdfarbe des Bieres ab. 

Die nächste Etappe ist die Zubereitung der Würze. Dafür wird das Malz zerkleinert und bei Bedarf mit Mais, Reis, Gerste, Weizen gemischt. In diese Mischung (sie wird „Maische“ genannt) wird das heiße Wasser eingegossen. Dann wird die Mischung für einige Zeit stehen gelassen. 
Danach wird die Würze gefiltert und mit Hopfen gekocht. Bei der Herstellung von einigen Biersorten werden neben dem Hopfen auch zusätzliche Zutaten (Gewürze und Früchte) hinzugefügt. 

Die dritte Etappe ist die Gärung. Die Würze wird in spezielle Tanks gegossen. Zum Schluss wird die Bierhefe hinzugefügt. Nachdem das Bier in Gärung geraten ist, kann man es schon trinken. Solches Bier wird Jungbier oder grünes Bier genannt.

Dann folgt die Etappe der Reifung. Der Bier gärt weiter. Die Lagersorten werden bei einer Temperatur von 6-12°C vergoren, Ale und das unfiltrierte Bier- bei 15-25°C.
Die letzte Etappe – die Filtration. In dieser Etappe werden dem Bier die Klarheit und ein angenehmes Aussehen verliehen. Unfiltriertes Bier, das diese Phase nicht durchläuft, ist trüber, aber es enthält mehr nützliche Substanzen.

Bier in Zahlen

Ein Liter gutes Bier enthält 

  • 0,2 mg von Vitamin B3;
  • 0,3 mg von Vitamin B6;  
  • 6,5 mg von Vitamin PP.

Das Bier enthält 21 Arten von Aminosäuren der Proteingruppe, Phosphor sowie eine bedeutende Menge an Mineralstoffen.

Was bedeuten die Ziffern mit einem Prozentzeichen auf den Bieretiketten?

Auf den Bieretiketten stehen üblicherweise zwei Ziffern: die eine steht für die Dichte des Bieres, die andere – für Alkoholgrad. Die Dichte des Bieres bedeutet die Zuckermenge pro Liter Bierwürze. Wenn eine Dichte von 12% angegeben ist, bedeutet dies, dass sich in einem Liter Bier 120 g Zucker befindet. Je höher die Dichte ist, desto intensiver sind der Geschmack und der Nachgeschmack des Bieres. Und was unter dem Alkoholgrad gemeint wird, ist uns ohne weitere Erklärung verständlich.

Einige Mythen rund um Bier

  1. Bier enthält viele Kalorien. Falsch! 
    Bier enthält wenig Kalorien.  
  2. Bier im Ausschank wird oft verdünnt. Nur nicht bei uns!
    In der Wirklichkeit, hat die Tradition des Verdünnens des Bieres ihre Wurzeln in der Vergangenheit. In einem modernen Restaurant wird das Bier in hermetischen Kegs gelagert.  
  3. Das Bier im Ausschank ist nur bei Hitze gut. Nicht nur! 
    Helle Biersorten schmecken besonders gut bei der Sommerhitze, während dunkles und schweres Bier im Ausschank ideal für kaltes Wetter passt. 

Wie geht richtiger Biergenuss?

Man glaubt, dass ein helles Bier für Sommer und ein dunkles Bier für Winter besser geeignet ist. Um einen optimalen Geschmack zu erhalten, gießen Sie das Bier aus einer Höhe von 2,5 cm vom Rand des Krugs oder Glases auf, ohne entlang der Wand hinunterlaufen zu lassen. Nachdem das Bier eingeschenkt wurde, machen Sie eine Pause und warten Sie, bis der Schaum dicht wird. Erst dann können Sie den Krug oder das Glas nachfüllen. Die Tradition besagt, dass das Bier in drei Zügen getrunken wird: man muss die erste Hälfte trinken, dann – die Hälfte von der zweiten Hälfte und dann - bis zur Neige leeren.

Die beste Temperatur für Bier liegt zwischen +3 und +15 Grad. Wird das Bier unterkühlt, z.B. wenn es ins Eisfach gelegt wird, kann es sich trüben und seine Geschmackseigenschaft teilweise verlieren. Ein zu warmes Bier erfrischt nicht. Dunkles Bier soll nicht stark gekühlt werden. Nur auf +15 Grad. Starke Sorten vom hellen Bier sollten kühler serviert werden.

Hopfen und Malz durch die Jahrhunderte: russische Biertraditionen… 

Das Bierbrauen in Alt-Russland geht auf alte Traditionen zurück. Bereits in den uralten Chroniken finden sich Hinweise auf sogenanntes „Perewar“ - ein mäßig starkes Getränk, das aus Bier und Honig zubereitet wurde. Zur Zeit von Zar Iwan III. wurde das Bier zusammen mit dem Branntwein in den zarischen Kabaken (Schenken) verkauft. 
Am Anfang des XVIII. Jahrhunderts kostete in Nowgorod ein Eimer mit einfachem Bier 4 Altynen, d.h. 12 Kopeken. Unter dem Zaren Alexei I. (Michailowitsch) wurde ein Fass Bier für 4 Rubel verkauft. Viermal im Jahr - an großen Feiertagen - durften die Bauern das Bier selbst für den Hausgebrauch brauen. Dieses festliche Gelage wurde „Osoboe Pivtso“ (Spezialbierchen) genannt. Das hausgemachte Bier durfte innerhalb von drei Tagen getrunken werden. Am vierten Tag kam „Kabackij Golowa“ (ein Staatsbediensteter, der für die Einziehung des Finanzaufkommens aus den Kabaken sorgte), um das restliche Bier bis zum nächsten Fest zu versiegeln. 

Gute Laune im Ausschank

Dass ein Glas Bier die Laune heben kann, ist wohl jedem bekannt. In Skandinavien wird es überhaupt als Antidepressivum betrachtet.  
Eine besonders positive Auswirkung auf die Stimmung hat das Bier, das im Ausschank angeboten wird. Gerade das Bier vom Fass wurde von unseren Ahnen hoch geschätzt - und nicht umsonst.


Der Fortschritt hat natürlich seine Vorteile: es ist angenehm, eine Flasche Bier mit langer Haltbarkeit im Kühlschrank zu haben, aber ein echtes Bier ist jenes, das frisch vom Fass im Ausschank ist.

Warum sind die Bierkrüge durchsichtig geworden? 

Jeder weiß, dass freier Käse nur in einer Mausefalle ist. Im guten alten England gab es eine Zeit, als diese Regel auch für Bier galt.
Der Wehrdienst war damals freiwillig, und es war Mangel an Freiwilligen. Einem Rekrut, der sich bereit erklärte, in den Dienst Seiner Königlichen Majestät einzutreten, stand ein Vorschuss, der aus einem Schilling und einem kostenlosen Krug Bier bestand, zu. Findige Freiwilligenwerber entwickelten einen Trick: Sie fanden einen Mann, wer Bier für lau trinken wollte, und schlugen ihm vor, zuerst einen Toast mit dem Spruch, der zum treuen Dienst für den König aufforderte, aufzubringen. In den Bierkrug wurde dabei ein Schilling gelegt. Nachdem das Bier getrunken war, gab es für den Trinker keinen Weg zurück: der Toast wurde aufgebracht, und der Schilling wurde entgegengenommen. 

Die populärsten Bierkrüge sind seitdem jene, die aus dem durchsichtigen Material gefertigt sind,  damit man im Durchlicht prüfen kann, ob es am Boden ein Haken liegt.
Es gibt noch eine Theorie über die Durchsichtigkeit der Bierkrüge: nicht so poetisch, aber nicht weniger glaubwürdig. Die Sache ist die, dass in alten Zeiten alle Biere unfiltriert und daher ziemlich trüb waren. Nachdem in Jahr 1516 das entsprechende Gesetz in Bayern erlassen wurde, fing man an, alle Biere mittels Untergärung zu brauen. So erhielt das Bier seine berühmte Bernsteinfarbe. Damit Bierliebhaber seine Farbe und seine Klarheit genießen konnten, begann man, es in durchsichtigen Krügen zu servieren.

Die Bierkrone

Bierschaum – wie soll es sein? Wenn das Bier wirklich von hoher Qualität ist, soll die Schaumkrone wenigstens fünf Minuten anhalten und mindestens vier Zentimeter dick sein. In Tschechien gibt es gibt es sogar einen Extra-Test für die Bierkrone: Es gilt, dass der Schaum des „richtigen“ Bieres die daraufgelegte tschechische Münze aushalten soll.

Biermusik 

Die Universität Kopenhagen hat Studien über die Auswirkungen von Musik auf den Bierkonsum durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass dunkle, starke Sorten mit der Hochtonmusik und leichte, helle Sorten- mit tiefen Tönen getrunken werden sollten. P. Checher, Lehrer an der Musikschule in Philadelphia, komponierte eine Bier-Sinfonie. Die musikalischen Themen werden in diesem Musikwerk durch die Klänge... des Bieres, das in Trinkgefäße aus verschiedenen Materialien (Keramik, Glas, Eisen) gegossen wird, dargestellt. Die Bierliebhaber waren von dieser Musik angetan, aber die Musikkritiker zeigten sich mit der Sinfonie nicht begeistert. "Es ist klar, dass sich der Professor mit dem Bier besser auskennt, als mit der Musik“, sagten sie. Es gibt noch eine Bier-Sinfonie. Ihr Komponist ist P. Chihara, Professor am Konservatorium in Los Angeles. Als Soloinstrumente treten Bierflaschen, Krüge und das Bier selbst auf.  

Damen bevorzugen…Bier!

Eine verbreitete Meinung, dass Bier kein Frauengetränk ist, stimmt mit der Wirklichkeit nicht überein. Die Sache ist die, dass es die Stoffe, welche für das Hormonsystem der Frauen nützlich sind, enthält. Ein Glas Bier pro Tag ist auch ein ausgezeichnetes Schönheitsmittel, das sowohl die Gesichtsfarbe verbessert, als auch die Falten reduziert. Kein Wunder, dass sich immer mehr Frauen dem Bier den Vorzug geben und immer lieber Bierrestaurants besuchen. Zudem ist das ein idealer Ort, wo man einen interessanten Mann kennlernen kann. 

Ein weiteres wichtiges Detail für Damen: Bier enthält nur wenige Kalorien. Nicht das Bier selbst dick macht, sondern leckere Snacks, die mit dem Bier verzehrt werden. Aber das Bier hat doch einige Wirkung auf die Silhouette. Noch in Jahr 1541 schrieb ein gewisser Johann Zaugfrus, der Hofapotheker Herzog Wilhelms von Bayern, seine Abhandlung über das Bier. Er riet den Frauen unter anderem, das Bierschaum in die Gesichtshaut und in die Brust einzumassieren. Dies sollte das Gesicht vor Falten schützen und die Brust straffer werden lassen.

Eine interessante Frage:  was ist eigentlich dieses Getränk?

Das Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Narkologie des Gesundheitsministeriums der Russischen Föderation hat eine Studie über die chemische Zusammensetzung, den Nährwert und die biologische Wirkung von modernem Bier durchgeführt. Um den Artikel mit speziellen Definitionen und Fachbegriffen nicht zu überlasten, stellen wir die wichtigsten Ergebnisse dieser Analyse vor. Ein mäßiger Bierkonsum ist demnach überhaupt nicht schädlich. Es weist einen hohen Gehalt an den Vitaminen B, B2, PP auf. Das ist das einzige Alkoholgetränk, das die Hopfenbitterstoffe, welche die Sekretion des Magensaftes anregen und unerwünschte Wirkungen des Alkohols hemmen, enthält. Die Extraktstoffe des Hopfens verfügen über eine beruhigende, schmerzlindernde und sogar desinfizierende Wirkung.

Die Ärzte sind auch zum Schluss gekommen, dass Bier eine ausgeprägte biologische Wirkung besitzt. Toxische und positive, gesundheitsfördernde Effekte kommen dabei ins seltsame Zusammenspiel. Die Mechanismen der toxischen Wirkung von Ethylalkohol und anderen Bierkomponenten sind miteinander verbunden.